Im Dienste der Kultur: Der Elfenforscher

Im Dienste der Kultur: Der Elfenforscher

Eigentlich stehen die Isländer mit beiden Beinen fest im 21. Jahrhundert. Dennoch haben sie einen außergewöhnlichen Draht zum Übersinnlichen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung glaubt an Elfen und andere verborgene Wesen. Einer von ihnen ist der Elfenforscher Magnus Skarphédinsson.

In den Räumen der „Alfaskolinn“ stapeln sich unzählige Bücher, Skulpturen, Zwerge und andere Kuriositäten. Für irdische Banalitäten wie Aufräumen, hat  Magnus Skarphédinsson, Leiter der weltweit einzigen Elfenschule in Reykjavik, ganz augenscheinlich keinen Sinn. Seine Leidenschaft gilt der Erforschung von Islands unsichtbaren Bewohnern. Ihre Geschichten zu erzählen, ist seine Mission.

Elfen, Trolle, Gnome und Hidden People

Immer, wenn der 64-Jährige Wind von einer neuen Erzählung bekommt, spitzt er neugierig Bleistift und Ohren. Über 17.000 Augenzeugenberichte über die Begegnung und Freundschaft von Menschen mit Elfen, Trollen, Gnomen und Hidden People umfasst seine Bibliothek. „Die habe ich in über 30 Jahren gesammelt, um sie für die Nachwelt zu bewahren.“ 

Diplom in Elfenkunde

Wer sein Studium in Magnus’ Schule erfolgreich absolviert, erhält am Ende sogar ein Elfendiplom. Gut vier Stunden dauert der Kursus. Neben unzähligen Geschichten, heißen Waffeln und Kaffee, gehört auch eine Exkursion zu den Behausungen der unsichtbaren Wesen zum akademischen Pflichtprogramm. 

Gestörter Hausfrieden, gescheiterte Bauprojekte

Mit einem Augenzwinkern erzählt der studierte Historiker dort, was sich an den – für Laien – unscheinbaren Hügeln und Steinen Mysteriöses zugetragen hat. Elfen entwickeln sich nämlich zu kleinen, zornigen Plagegeistern, wenn man versucht, ihre Häuser zu zerstören. Dann versagen auf einmal die Maschinen, Arbeiter verletzen sich und ganze Bauprojekte laufen schief. 

Humorige Einblicke in die isländische Kultur

Mit eigenen Augen hat Magnus seine unsichtbaren Freunde übrigens noch nie gesehen. „Sie geben sich mir nicht zu erkennen“, sagt er mit einem Schmunzeln. “Ich stelle zu viele Fragen. Sie haben Sorge, dass sie mich nicht mehr los werden.“ Für bare Münze darf man also sicherlich nicht jedes seiner Worte nehmen. Dennoch vermittelt er in seiner Elfenschule auf humorige Weise tiefe und authentische Einblicke in die isländische Kultur. 

Wer sich bei Magnus Skarphédinsson in die Lehre begeben will, kann das immer freitags um 15:00 Uhr tun. Das Programm dauert drei bis vier Stunden und kostet regulär 56 Euro pro Person. Zusätzlich können individuelle Sessions und Gruppenpreise vereinbart werden. Im Preis enthalten ist ein 70 Seiten starkes Studienbuch (in Englisch, Deutsch und Schwedisch verfügbar), Kuchen und Getränke. Reservierungen lassen sich via E-Mail oder telefonisch vornehmen.

THE ELFSCHOOL

Sidumuli 31, (zweiter Stock)

108 Reykjavik. ICELAND

Tel.: +354 588 60 60, oder  +354 894 40 14 (erreichbar ab 15:00 Uhr)

E-Mail: mhs@vortex.is

www.theelfschool.com

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